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Zusammenfassung

Achtsamkeit, Mindfulness, MBSR kann immer  unterstützen! Heute zu folgenden Thema:

Der Atem ist ein mächtiges Werkzeug, das Dich dabei unterstützt, Körper und Geist zu beruhigen und Deine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment lenkt! In der Meditation spielt der Atem eine zentrale Rolle, da er als Ankerpunkt dient, an dem Du dich immer wieder orientieren kannst. Dieser Artikel bringt dir die Gründe näher, warum der Atem das ideale Objekt für die Meditation ist und warum Du in stressigen Situationen oft drauf vergisst.

 

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Der Atem

 

Die Bedeutung des Atems in der Meditation und warum wir in stressigen Situationen oft darauf vergessen!

Der Atem ist ein faszinierender Aspekt unseres Lebens. Er ist eine konstante Begleitung, die uns vom ersten bis zum letzten Atemzug begleitet. Der Atem ist ein Symbol für das Leben selbst und stellt eine Verbindung zwischen unserem Körper und unserem Geist her. In der Meditation nutzen wir den Atem, um unsere Aufmerksamkeit zu schulen und den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen

 Darüber hinaus bietet der Atem eine Vielzahl von Aspekten, auf die wir unsere Aufmerksamkeit richten können. Wir können beobachten, wie der Atem in unseren Körper ein- und ausströmt, die Geschwindigkeit und Tiefe des Atems wahrnehmen oder uns auf den Moment der Atempause konzentrieren. Indem wir unsere Aufmerksamkeit auf den Atem lenken, geben wir unserem Geist einen klaren Fokus und ermöglichen ihm, zur Ruhe zu kommen.

In stressigen Situationen neigen wir jedoch oft dazu, den Atem aus den Augen zu verlieren. Der Alltagsstress, berufliche Herausforderungen oder persönliche Sorgen nehmen unsere Aufmerksamkeit ein und führen dazu, dass wir uns von unserem Atem und dem gegenwärtigen Moment entfernen. Dies geschieht oft unbewusst, da unsere Gedanken und Emotionen die Oberhand gewinnen und uns in Beschlag nehmen.

Es ist wichtig zu verstehen, warum wir in solchen Situationen den Atem vergessen. Stress aktiviert unseren Kampf-oder-Flucht-Mechanismus, der uns in eine alarmierte und reaktive Stimmung versetzt. Unser Körper bereitet sich darauf vor, mit der stressigen Situation umzugehen, und unsere Aufmerksamkeit wird auf die äußeren Reize gerichtet, die den Stress verursachen. In diesem Zustand gerät der Atem oft in den Hintergrund, da unsere primäre Aufmerksamkeit auf den Stressfaktoren liegt.

Das Vergessen des Atems in stressigen Situationen verstärkt jedoch den Stress noch weiter. Indem wir den Atem vernachlässigen, versäumen wir es, uns selbst zu beruhigen und eine gesunde Distanz zu den stressigen Reizen zu schaffen. Der Atem kann uns helfen, aus dem Modus der Reaktivität auszusteigen und eine ruhigere, klarere Perspektive einzunehmen. Durch bewusste Atmung können wir den Stresszyklus unterbrechen und uns wieder mit unserem Körper und Geist verbinden.

Um den Atem in stressigen Situationen bewusst einzusetzen, ist es hilfreich, regelmäßig Meditation zu praktizieren. Durch regelmäßiges Üben entwickeln wir ein tieferes Bewusstsein für unseren Atem und seine Auswirkungen auf unseren Körper und Geist. Diese Sensibilität überträgt sich auf den Alltag und hilft uns, den Atem bewusster wahrzunehmen, auch wenn wir gestresst sind.

Es gibt verschiedene Techniken, mit denen wir uns auf den Atem konzentrieren können, um in stressigen Situationen Ruhe zu finden. Eine einfache Methode besteht darin, einige bewusste Atemzüge zu nehmen und dabei die Aufmerksamkeit auf den Atemfluss zu richten. Wir können uns auf die Ein- und Ausatmung konzentrieren oder den Atem an einer bestimmten Stelle im Körper spüren. Diese kurzen Momente der Achtsamkeit helfen uns, inmitten des Stresses zur Ruhe zu kommen und unseren Geist zu beruhigen.

 Was tun, wenn der Geist beim Meditieren abschweift? Das ist vollkommen normal – das ist genau das was der Geist tut!  Genau in dem Moment wo wir dessen bewusstwerden – das ist der Moment der Achtsamkeit und wir können achtsam und mit einer nicht-wertenden Haltung uns wieder zurückbringen in diesen Moment und auf den Fokus auf den Atem legen.

Am Anfang hilft auch das Zählen der Atemzüge, Zählen hat aber nur den Zweck den Fokus des Geistes auf den Atem zu lenken. Am Ende jeder Ein- und Ausatmung zählen, ein und ausatmen – „eins, ein und ausatmen „zwei“ – bis 10 und dann wieder rückwärts. Wenn das gelingt, können wir mit dem zählen wieder aufhören und uns nur auf den Atem konzentrieren.

 

Ein Tool in the Pocket – Der 3 Minuten Atemraum

Diese einfache Übung können wir an vielen Orten ausführen – 2, 3-mal täglich sooft wie wir es wollen. Es braucht dafür keine bestimmte Körperhaltung und die Augen können offenbleiben. Geeignete Plätze, an denen man kurz für sich sein kann – beispielsweise der Arbeitsplatz, der Pkw (nicht während der Fahrt), ein öffentliches Verkehrsmittel, die Toilette oder auch die Bank im Park.

Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Haben wir die Übung erst einmal verinnerlicht, entscheiden wir selbst, wie viel Zeit wir uns dafür nehmen. Egal, ob wir 1, 3 oder 5 Minuten dafür aufwenden, am besten nutzen wir immer das folgende Schema:  Für den Anfang verteilen wir die zur Verfügung stehende Zeit zu gleichen Teilen auf die ersten 3 Schritte, das bedeutet, in der 3-Minuten Version verweilen wir etwa 1 Minute bei jedem Schritt. Später variieren wir erfahrungsgemäß frei, weil wir durch Erfahrung spüren, wann es Zeit ist für den jeweils nächsten Schritt.

1. Zunächst: Nehmen wir unser „Innenleben“ wahr

Welche Gedanken, Gefühle und Empfindungen zeigen sich gerade? Nicht bewerten, nur wahrnehmen.

2. Dann: Nehmen wir den Atem wahr

An einer Stelle, wo wir ihn gut beobachten können. Zum Beispiel an den Nasenflügeln, im Rachen, am Heben und Senken des Brustkorbs… Beobachte nun einige Atemzüge lang, wie der Atem in den Körper kommt und ihn wieder verlässt.

3. Dann: Atmen wir nun in der Vorstellung mit dem ganzen Körper

Wir atmen in unserer Vorstellung in den ganzen Körper hinein. Wenn wir wollen, dehnen wir in der Vorstellung den Raum, den dein Atem einnimmt, noch über den physischen Körper hinaus aus.

Und wieder gilt: Es geht nicht darum, etwas zu verändern, sondern wahrzunehmen. Anfangs ist es hilfreich, die Übung täglich zu bestimmten Zeiten oder an einem bestimmten Tages- bzw. Arbeitsabschnitt zu machen; damit die guten Absichten nicht im Getümmel des Alltags verloren gehen. Experimentiere und finden heraus, wie du diese Kurzmeditation als eine stärkende Insel im Alltag nutzen kannst!

Zusammenfassend  – Warum ist der Atem ein ideales Meditationsobjekt?

 Durch die Konzentration auf ein Meditationsobjekt, beispielsweise auf den Atem, beruhigt sich der Geist und sammelt sich langsam, bis er schließlich – wenn anfangs auch nur kurz – ganz konzentriert ist.

Atem ist Leben!

  • der Atem ist ein organischer Grundrhythmus des Lebens
  • der Atem ist für den Geist in Jedem Moment zugänglich
  • der Atem ist unser ständiger Begleiter
  • der Atem aktiviert den Parasympathikus im Nervensystem

 Ich hoffe, ich konnte Dich inspirieren Deine nächsten Atemzüge bewusst wahrzunehmen und Dich daran erinnern, dass er uns immer zu Verfugung steht!

Ich wünsche Dir viel Achtsamkeit beim wahrnehmen Deines Atmens!

Eure Barbara

www.mindfullife.at

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